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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Excrcmcntc des Rindviehes.

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stand ans 0,1 pliosphorsaurem Kalk mit phosphorsaurerTalkerde und einer Spur von Gyps, 0,008 kolilensauremNatron, 0,00S schwefelsaurem Natron, mit etwas schwe-felsaurem Kali und etwas phosphorsaurem Natron, und0,016 Kieselerde, aus PflanzenstofFen herrührend. Die feh-lenden 0,018 waren Kohle, die bei Auflösung der Aschezurückblieb. — Von Chlor werden die Excremente ge-bleicht. Alkohol zieht dann farbloses Fett und farblosesHarz aus. Concentrirte Säuren, vorzüglich Schwefelsäureund Chlorwasserstoffsäure, entwickeln daraus zuerst einenstärkeren Excremente-Geruch, und dann den Geruch nachGalle; die Masse wird dabei violett und nicht schwarz. Ge-ruch nach Essigsäure ist dabei nicht zu bemerken. Werdendie Säuren mit Wasser verdünnt, filtrirt und mit Alkaligesättigt, so werden daraus phosphorsaure Erden gefällt.

2) Excremente vom Rindvieh. Sie sind von Ein-hof und Thaer untersucht worden. Sie fanden sie we-der sauer noch alkalisch. Ihr spec. Gewicht war 1,045.Beim Trocknen verloren sie 0,719 ihres Gewichtes Was-ser. Friscli mit vielem Wasser vermischt, liefs sich durchSchlämmen 0,0012 Sand abscheiden. Beim Seihen durchein dünnes Leinentuch gaben sie 0,155 extrahirte Pflanzen-faser. Die durch das Tuch gegangene Masse war grün-grau. Sie wurde durch Papier filtrirt, wobei eine fastfarblose Flüssigkeit durchging, die aber nach einigen Mi-nuten weingelb und zuletzt braun wurde. In verschlosse-nen Gefäfsen liefs sie sich ohne Farben-Veränderung auf-bewahren. Sie wurde nicht weiter untersucht, als dafsman fand, dafs sie, so verdünnt sie war, nicht von Gerb-stoff, aber von salpetersaurem Silberoxyd, salpetersauremBleioxyd, oxalsaurem Kali und Kalkwasser gefällt wurde. *Daraus läfst sich wohl nichts hinsichtlich ihrer gröfserenoder geringeren Aehnlichkeit mit der entsprechenden Lö-sung von den menschlichen Excrementen schliefsen, fürwelche Aehnlichkeit jedoch ihre Eigenschaft, sich in derLuft schnell zu färben, zu sprechen scheint. Die in die-ser Flüssigkeit gefundenen Salze waren phosphorsaurer Kalk,phosphorsaures Kali und Chlornalrium.