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Excremente der Vögel.
Was bei dem Filtriren durch Papier auf diesem zu-rückblieb, war eine grüne, schleimige Materie, die wieOchsengalle roch. Sie betrug 0,155 vom Gewichte der fri-schen Excremente *). Da die Verfasser mit ihrer Analyse nuragronomische und nicht physiologische Resultate bezweck-ten, so wurde die Zusammensetzung dieser Materie nichtweiter untersucht. Sie fanden, dafs sie nicht einmal imKochen von Wasser aufgelöst wird, dafs Alkohol beimDigeriren sich damit grün färbt, dafs sie eben so wenigvon kaustischem als kohlensaurem Alkali angegriffen wird(was jedoch wohl unrichtig beobachtet sein möchte), dafssie von Chlor gebleicht wird, dafs concentrirte Schwefel-säure daraus den Geruch nach Essigsäure entwickelt undsich grün färbt, dafs aber Wasser die aufgelöste Materiewieder niederschlägt. Der Essiggeruch entsteht durch Bil-dung von Essigsäure und nicht durch Zersetzung eines 'es-sigsauren Salzes, da er eben so gut mit frischen Excremen-ten entsteht, ohne dafs doch eine Spur von Essigsäure er-halten wird, wenn man sie mit verdünnter Schwefelsäureanrührt und destillirt. Sie zogen aus ihren Versuchen denunrichtigen Schluls, dafs diese Materie nicht von der Galleherrühre, da sie mit demselben Geruch, wie ein Pflanzen-stoff, verbrenne. Uebrigens fanden sie, dafs die trocknenRindvieh-Excremente bei der zerstörenden Destillation einesaure Flüssigkeit erzeugen, welche essigsaures Ammoniakenthält.
3 ) Excremente, der Vögel und Amphibien. Die Zu-sammensetzung dieser Excremente ist nicht so leicht rich-tig kennen zu lernen, weil sich bei diesen Thieren an ei-ner Stelle nahe am Ende des Mastdarmes, in der soge-nannten Cloake, die Flüssigkeit der Harnwege zumischt.Daher enthalten sie also zugleich die Bestandtheile desUrins, und die Excremente von solchen fleischfressenden
*) Legt man diese zum Gewicht der Pflanzenfaser, so erhält maneine grofsere Summe, als diese Excremente in fester Formenthalten sollen. Diefs kann von ungleichem Wassergehaltin der zu dem Versuche angewandten Trohe herrühren.