260 Excremcnte des Menschen.
nach verschiedenen Speisen, Getränken, dem Gesundheits-zustand u. s. w. unaufhörlich sich verändern müssen.
Die angegebenen Salze wurden durch. eine besondereProbe bestimmt. Drei Unzen irischer Excreinente wur-den mit vielem Wasser ausgezogen, die Flüssigkeit zurTrockne verdunstet und der Piiickstand verbrannt. Diezurückbleibende Asche bestand aus:
Kohlensaurem Natron (von milchsaurem) . 3,5 Gran,
Chlornatrium.4,0
Schwefelsaurem Natron.2,0
Phosphorsaurer Talkerde.2,0
Phosphorsaurer Kalkerde.4,0
15,5.
Der grofse Gehalt von phosphorsaurer Talkerde istbemerkenswerth. Sie rührt vom Brot her, von dem sieeine nicht unbeträchtliche Menge ausmacht. Da die Kno-chen und festen Theile des Menschen im Allgemeinenviel weniger davon enthalten, als die der grasfressendenThiere, so scheint es, als ob die Saugadern im Darmka-nale des Menschen viel weniger, als bei den grasfressendenThieren, geneigt seien dieselben aufzunehmen.
Die menschlichen Excremente zeigen mit verschiede-nen chemischen Reagenlien folgendes Verhalten: Mit Was-ser in einem Destillationsgefäfse gekocht, geben sie einstinkendes Wasser, welches Schwefelwasserstoff enthält undBleisalze mit graubrauner Farbe fällt. Es verliert sich da-bei ihr eigentliümlicher Geruch, und der Rückstand in derRetorte riecht nun wie gekochte Schweinedärme. Die Massebläht sich sehr auf, und ihr Uebersteigen ist nur schwerzu verhindern. — Durch Austrocknung verwandeln sich dieExcremente in eine dunkelbraune leichte Masse. Trockenerhitzt, verkohlen sie sich, blähen sich auf, rauchen, rie-chen wie gebranntes Horn, entzünden sich und brennenlange mit einer klaren, leuchtenden, rufsenden Flamme.Wenn die Flamme verlischt, bleibt nicht Kohle zurück,sondern nur eine graue Asche, die sich nur schwierigweifs brennt. Trockne Excremente gaben 0,15 ihres Ge-wichtes dunkelgrauer, fast schwarzer Asche, welche be-