Druckschrift 
4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
259
Einzelbild herunterladen
 

Excremente des Menschen.

259

eine nicht mehr aufgelöst werdende Portion zurück, diegleichwohl noch dieselbe Farbe behält. Diefs scheint, durchden Gallenfarbstoff gefärbter Darmschleim zu sein; er istin kaustischem Alkali löslich.

Dieselbe Trennung, wie durch Alkohol, bewirkt auchKalkhydrat, wenn man die graugrüne Materie damit di-gerirt. Fett und Gallenharz vereinigen sich mit der Kalk-erde und werden unlöslich; die andere Substanz löst sichim Kalkwasser auf, und läfst sich - durch Fällung derKalkerde mit Oxalsäure oder Kohlensäure und Abdampfender Flüssigkeit isoliren. Bei Behandlung mit verdünnterSalzsäure erhält man aus der ungelösten Kalkmasse dasFett und das Harz.

Aus diesem Verhalten kann man wohl schliefsen, dafsdie Excremente eine unlösliche Verbindung der Bestand-theile der Galle mit anderen, bei der Verdauung hinzu-gekommenen, und in Verbindung mit den ersteren gefäll-ten Materien enthalten, welche Verbindung durch die Ver-wandtschaft der Kalkerde oder des Alkohols aufgehobenwird.

In den menschlichen Excrementen, von der Consistenz,dafs sie zusammenhängende Massen bilden, waren in 100Th. enthalten:

Wasser

In Wasser löslich

' Galle.0,9'

Eiweifs .... 0,9

Eigener Extractivstoff 2,7

Salze.1,2

75,3

5,7

Extrahirter, unlöslicher Rückstand von den

Speisen. 7,0

Im Darmkanal hinzugekommene unlöslicheStoffe: Schleim, Gallenharz, Fett, eigenethierische Materie etc.14,0

100 , 0 .

Es versteht sich, dafs die hier gegebenen relativenQuantitäten nichts anderes als Beispiele sein sollen, derenZahlen nur bei dieser einen Probe eintreffen, und die

17 *