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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
229
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Verdaunngsprozefs und seine Producte. 229

ser, in den Stengeln und Blättern der Gräser und Kräu-ter u. a. m. Weniger nährend, wiewohl in Verbindungmit den eben genannten noch bedeutend genug, sindsolche Pflanzenstoffe, welche keinen Stickstoff enthalten,wie z. B. Stärke, Gummi und Schleim, Zucker, Gällert-säure, fette Oele u. a. m., in welchen, nach ProutsBeobachtung, Wasserstoff und Sauerstoff im Allgemeinen indemselben Verhältnil's, wie im Wasser enthalten sind. Aufeine oder die andere Weise an dem Verdauungsprozessethcilnehmend, sind aufserdem noch einige andere Körper,wie z. B. Essigsäure, Weinsäure, Citronensäure, Aepfel-säure, Spiritus, Aromata und flüchtige Oele, welche indes-sen weniger als Nahrungsmittel, als vielmehr als Gewürze,das beifst als Mittel zu betrachten sind, wodurch entwe-der der Geschmack der Nahrungsmittel verbessert, oderder Magen und Darmkanal zu größerer Tbätigkeit gereiztwerden. Als für den Verdauungsprozefs untauglich hält mandie Pflanzenfaser (Materia lignosa oder Jibrosa vegeta-bilis), die Fruchtschalen, die meisten Harze, Farbstoffe,Extractivstoff u. a. m.

Die thierischen Stoffe sind, mit wenigen Ausnahmen,im Allgemeinen bei dem Verdauungsprozefs anwendbar,und werden von den Flüssigkeiten des Körpers sehr leichtund ohne unlöslichen Rückstand aufgenommen und weitergeführt. Darum ist auch der Darmkanal bei rein fleisch-fressenden Thieren sehr kurz, bei den grasfressenden dage-gen nicht allein sehr lang, sondern es ist auch ihr Ver-dauungs- oder Auflösungs-Apparat, um aus einer volumi-nösen Nahrung die geringere Menge von darin enthaltenernährender Substanz ausziehen zu können, sehr zusammen-gesetzt. Von thierischen Stoffen sind es fast nur Haare,Federn, Horn, Klauen, Schuppen und Insektenschaalen,welche nicht aufgelöst werden.

Sowohl in den beiden Klassen organischer Körper,als auch unter den unorganischen, finden sich eine Mengevon Stoffen, welche in dem thierischen Körper grofse Ver-änderungen in den Lebensprozessen verursachen, ohnedafs sie auf irgend eine Weise zur Ersetzung verbrauchter