Taurin.
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braunen, durchsichtigen, dicken Magma, das in der über-schüssigen Kalilauge unlöslich, in Wasser aber auflöslichist, woraus es durch Zusatz von Kali wieder gefällt wird.Die Auflösung schmeckt bitter und alkalisch, und Säurenschlagen das Harz daraus wieder nieder. Auch von kau-stischem Ammoniak wird es leicht und mit hellbraunerFarbe aufgelöst. Von kohlensaurem Kali wird es in derKälte nicht angegriffen, von kohlensaurem Ammoniak aberleicht aufgelöst.
7 ) Taurin ist ein neuer, krystallisirender Stoff, denGmelin anfangs Gallen-Asparagin nannte, wegen sei-ner Aehnlichkeit im Aeufseren und Verhalten mit Aspara-gin. Es wird mit dem Gallenharz vom basischen essigsau-ren Bleioxyd niedergeschlagen und bleibt bei Zersetzungdes Niederschlags mit Schwefelwasserstoff im Wasser auf-gelöst. Wird dieses Wasser, welches vor der Zersetzungmit Essigsäure vermischt wurde, bis zu einem gewissenGrade abgedampft, so scheidet es sich in eine sich ab-setzende, extractartige Masse und eine sehr saure Flüssig-keit, die, nachdem man sie heifs abgegossen hat, beimErkalten Krystalle von Taurin liefert. Durch Behandlungder extractartigen Masse mit lauem Wasser erhält maneine milchigte Flüssigkeit, die Taurin aufgelöst enthält undvon Gallenharz unklar ist. Man fügt sie zu der nach derKrystallisation des Taurins übrigbleibenden sauren Flüssig-keit und verdunstet sie nun zusammen zur Krystallisation.Da das Taurin nicht während des Abdampfens krystalli-sirt, so mufs die Flüssigkeit zur Erhaltung von Krystallenmitunter erkalten gelassen werden. Die mit Wasser be-handelte extractartige Masse hält hartnäckig noch einenTheil Taurin zurück, der sich jedoch dadurch daraus ab-scheiden läfst, dafs man sie in wasserfreiem Alkohol auf-löst, welcher das Taurin ungelöst zuriickläfst. Um dasTaurin vollkommen rein zu erhalten, mufs man die ge-wonnenen Krystalle zu Pulver reiben, dasselbe mit was-serfreiem Alkohol digeriren, welcher Gallenharz und Gal-lenzucker auflöst, und es nachher in kochendheifsem Was-ser auflösen, woraus es, nach ein- oder mehrmaligem
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