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Gmelin's Analyse.
dem Wasser übergeht. Seine Existenz ist übrigens nur ausdem Gerüche des überdestillirten Wassers geschlossen.
2) Gallenfett (Cholesterin) ist ein eigenthümlichesFett, 17SS zuerst von Green als ein Bestandtheil der Gal-lensteine entdeckt, und nachher von Chevreul auch inder frischen Galle nachgewiesen. Es findet sich indessennicht allein in der Galle, sondern auch an anderen Stel-len im thierischen Körper, wiewohl dann meist nur alskrankhaftes Product. So hat man dasselbe in der Flüssig-keit verschiedener Arten von localer Wassersucht schwim-mend gefunden, sowie auch in verschiedenen unnatürlichenGebilden im lebenden Körper, wie z. B. im Markschwamm,in Eierstockgeschwülsten bei Menschen undThieren, u.s.w.In der gröbsten Menge und am reinsten ist es in den Gal-lensteinen enthalten.
Aus der Galle erhält man das Gallenfett, indem mandie zur Consistenz von dünnem Extract abgedampfte Gallezu wiederholten Malen mit Aether schüttelt, so lange alsder frisch aufgegossene Aether noch etwas auszieht. Vonden mit einander vermischten Aether-Auflösungen destillirtman den gröbsten Theil Aether ab; aus dem Rückstand kry-stallisirt dann beim Erkalten das Gallenfett, verunreinigt mitOelsäure, von der es sich entweder durch Auflösen in ko-chendem Alkohol, aus dem es beim Erkalten anschiefst,oder durch Digestion mit verdünntem kaustischen Alkali,welches die fette Säure auflöst, reinigen lälst.
Das Gallenfett krystallisirt in weibsen, perlmutterglän-zenden, zuweilen ganz grofsen Blättern. Es besitzt wederGeschmack noch Geruch, es schwimmt auf Wasser undschmilzt bei -j-137° zu einem farblosen Liquidum, welchesbeim Erkalten zu einer krystallinisch blättrigen, durchschei-nenden Masse erstarrt, die sich pulvern läfst, deren Pul-ver aber leicht an Allem hängen bleibt. Bei höherer Tem-peratur und in Gefübsen, worin kein Luftwechsel statt fin-det, destillirt es dem gröbsern Theile nach unverändertüber, und sublimirt sich dabei mehr oder weniger in Ge-stalt von Blättern. Beim Zutritt der Luft zersetzt es sichbei der Destillation, färbt sich braun oder gelb, und bildet