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Galle.
dicke abdampfe, und die Masse dann in Wasser löse, wo-
durch eine der Galle ähnliche Flüssigkeit erhalten werde.
Nach Thenard enthalten
1000 Th. Ochsengalle:
Wasser.
875,6 und zuweilen mehr.
Gallenharz.
30,0
Pikromel.
75,4
Eigener gelber Stoff, Ursa-
che der Farbe der Galle,
geschätzt zu.
5,0
Natron.
5,0
Phosphorsaures Natron . .
2,5
Kochsalz.
4,0
Schwefelsaures Natron . .
1,0
Schwefelsaurer Kalk . . .
1,5
Spur von Eisenoxyd . .
—
1000 , 0 .
b) Leopold Gmeliji's Analyse. Es wäre nichtmöglich, von dieser vortrefflichen Arbeit eine richtige Vor-stellung zu geben, wollte ich mit der Darstellung des ana-lytischen Ganges derselben anfangen. Gmelin hat ausder Galle eine Menge, früher gänzlich unbekannt gewese-ner Stoffe erhalten und die Gegenwart anderer bekannter,darin früher noch nicht aufgefundener, nachgewiesen. Inder Ochsengalle fand er folgende: einen moschusartig rie-chenden Stoff, Gallenfett, Margarinsäure, Oelsäure, Chol-säure (eine neue Säure), Gallenharz, einen krystallisirtenStoff, den er anfangs Gallenasparagin und nachher Taurinnannte, Gallenzucker, Farbstoff, eine pflanzenleimartigeSubstanz, Käsestoff, Speichelstoff, Eiweifs, Gallenblasen-schleim, Fleischextract, eine extractartige, in Alkohol un-lösliche Substanz, zweifach kohlensaures, essigsaures, ölsau-res, margarinsaures, cholsaures, schwefelsaures und phos-phorsaures Natron und Kali, Kochsalz, phosphorsaurenKalk, etwas kohlensaures Ammoniak und Wasser. Zuerstwerde ich, nebst ihrer Beschreibung, die Darstellungsweiseeiner jeden dieser Substanzen aus der Galle anführen.
1 ) ]Jen moschusartig riechendcti Stoff erhält mandurch Abdampfung der Galle in einer Retorte, wo er mit