Weinstein der Zähne.
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Der Weinstein der Zähne bildet sich bei Men-schen, die den Mund viel offen halten und viel sprechen.Der Speichel verdunstet dann in einem gewissen Grade imMunde, es setzen sich die unlöslichen schleimigen Häuteab, die nach Gmelin und Tiedemann nach der Ver-dunstung der alkalihaltigen Flüssigkeit des Speichels ent-stehen. Sie bekleiden die Zähne mit einem gelben odergrünlich-gelben Schleim, der sich allmählig, mit Hinter-lassung von phosphorsaurem Kalk, zersetzt, dessen Mengean den Stellen, wo er nicht durch das Kauen oder diegewöhnlichen Bewegungen der Lippen und der Zunge ab-gerieben wird, beständig zunimmt, so dafs er sich zuwei-len in unglaublich grofsen Massen ansammelt, die beimReinigen der Zähne durch den Zahnarzt mit Gewalt vondemselben losgebrochen werden müssen.
Bei Untersuchung einer solchen, kürzlich von einemZahnarzte aus dem Munde eines Menschen ausgebrochenenMasse fand ich, dafs Wasser Speichelstoff daraus auszog,und dafs Salzsäure das Uebrige, mit Hinterlassung vonSpeichelschleim, auflöste. Aus der Auflösung schlug sich,durch kaustisches Ammoniak, phosphorsaure Kalkerde, et-was phosphorsaure Ammoniak-Talkerde und eine von derSäure aufgelöste Substanz nieder, die beim Glühen desNiederschlags mit den gewöhnlichen Producten thierischerStoffe verbrannte. Von 100 Theilen dieses sogenanntenWeinsteins wurden erhalten:
Speichelstoff ..1,0
Speichelschleim.12,5
Phosphorsaure Erdsalze . .79,0
Von Salzsäure aufgelöster thierischer Stoff . . 7,5
100,0
Vauquelin und Lau gier fanden bei einer ähn-lichen Untersuchung, dafs eine solche Masse enthielt:0,07 Wasser; 0,13 eines in Säuren und auch in Wasserunlöslichen Speichelschleims; 0,66 phosphorsauren Kalk,mit einer Spur von Talkerde; 0,09 kolilensauren Kalk und0,05 eines in der Salzsäure aufgelösten thierischen Stoffs.
Die steinigen Concretionen aus den Speichel-