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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Pancreas und seine Flüssigkeit.

gängen von Pferden und Eseln, deren Speichel eine sogreise Neigung zu solchen Absetzungen hat, sind von Las-saigne, Henry und Caventou untersucht worden,

welche in 100 Th. fanden:

Von einem

Von einem

Von einem

Esel.

Pferd.

Pferd.

Caventou.

Las s ai gn e.

Henry.

Kohlensäure Kalkerde 91,6

84

85,52

Kohlensäure Talkerde

7,56

Phosphorsaure Kalkerde 4,8

3

4,40

Thierischen Stoff . . 3,6

9 l

2,42

W asser.

100,0

99

99,90

4. Pancreas und seine Flüssigkeit.

Seitwärts von dem Magen und zum 'Jäheil hinter dem-selben, zwischen der Milz und dem Duodenum, liegt einegrofse längliche Drüse, die mit ihrem einen Ende zwischender obern und untern Biegung des Duodenums umfafstist. Diese Drüse nennt man das Pancreas. Sie hat im In-nern einen, ihrer Länge nach verlaufenden Kanal, dersich beim Menschen und einem grofsen Theil der Thieregemeinschaftlich neben dem Ausführungsgang der Leberund der Gallenblase in dem Zwölffingerdarm öffnet. Durchdiesen Gang wird aus der Drüse eine Flüssigkeit ausge-leert, die Saccus pancreaticus , und von einigen neuerndeutschen Verfassern, welche jene Drüse vermuthungs-weise für eine Speicheldrüse annahmen, Bauchspeichel ge-nannt worden ist.

Das Parenchym der Drüse ist nicht untersucht. IhreLage und die Schwierigkeit, ihre Flüssigkeit zu sammeln,ist Ursache gewesen, dafs man bis jetzt nur unsichere Kennt-nifs über die Natur dieser Flüssigkeit hat. F. Sylvius(de la Boe) behauptete in der Milte des lßten Jahrhun-derts, dafs diese Flüssigkeit eine Säure sei, welche, dasAlkali der Galle sättigend, ein Aufbrausen bewirken miifste,eine Erscheinung, die man damals als eine, sowohl in der