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Der Verdauungs-Kanal.
cremente, mit denen er weggeht, und von denen er sichzuweilen in langen Fäden ablösen läfst. Nach völligemAustrocknen hat er das Vermögen, beim Benetzen mitWasser schleimig zu werden, verloren, bekommt aber dieseEigenschaft wieder, wenn man dem Wasser etwas Alkalizusetzt. Nach L. Gmelin’s Versuchen gerinnt er durchSäuren, selbst durch Essigsäure, und backt dann oft zueinem Kuchen zusammen. Die Säure löst ihn selbst nichtim Kochen auf, zieht aber doch etwas aus, und wird ernach dem Abgielsen der Säure mit Wasser digerirt, so löstauch dieses noch etwas auf. Diese Auflösungen werden vonGalläpfelinfusion, aber nur selten von Cyaneisenkalium ge-fällt. Von kaustischem Alkali dagegen wird der Darm-schleim aufgelöst, und daraus durch Säuren wieder gro-fsentheils gefällt.
4. Bau des Verdauungskanals.
Der Darmkanal ist aus diesen Häuten auf eine solcheWeise gebildet, dafs dem Schlunde und der Speiseröhre zuAnfang die äufsere Bedeckung der serösen Haut fehlen, undsie nur die Muskelhaut und die Schleimhaut haben; wennaber die Speiseröhre durch das Zwerchfell gegangen undzum Magen erweitert ist, so bekommt sie eine vollstän-dige Bedeckung von der serösen Haut der Bauchhöhle (demPeritoneuiii), welche sich dann in den Darmkanal bis kurzvor der Endöffnung des Mastdarms fortsetzt. Die Ver-doppelung, welche die Haut auf der einen Seite der Därmebildet CMesenterium , Mesocolon), dient theils zur Befesti-gung der Därme in der Bauchhöhle, ganz nahe am Bück-grathe, indem dadurch die Därme so aufgehängt sind, dafssie nicht durch einander fallen, sich zusammendrücken oderverwirren können, und theils, um zwischen ihren Blätterndie Gefäfse, Drüsen und Nerven aufzunehmen, welche zuund von den Därmen gehen.
Gleich nach dem Durchgang der Speiseröhre durchdas Zwerchfell erweitert sie sich beim Menschen zu einemeinzigen grofsen Sack, dem Magen (Ventriculus), bei ei-nigen Thierarten aber bildet sie mehrere auf einander fol-