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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Muskelhaut.

liches Blutwasser, und mit einem Gehalt von 7 ProcentEiweiß gefunden worden. Es scheint, als müsse die Ab-sonderung dieser Flüssigkeit von dem concentrirteren Bluteein ganz einfacher Prozefs sein, allein wir haben keineVorstellung von den Mitteln, deren sich die Natur be-dient, um die ergossene Flüssigkeit wasserhaltiger zu ma-chen, als die in den absondernden Gefäfsen geführte Flüs-sigkeit.

Bei den entzündlichen Krankheitszuständen, denendiese Häute zuweilen unterworfen sind, wird die abgeson-derte Flüssigkeit manchmal faserstoffhaltig. Dieser gerinntdann bald und bildet auf der serösen Haut eine neue Haut(Membrana spuria) , die aus Faserstoff besteht, und diedann an dieser Stelle gewöhnlich die Theile, zwischendenen die Ergiefsung geschah, zusammenleimt.

2. Die Muskelhaut.

Diese Haut besteht theils aus transversalen Fleischfa-sern, die oft in schiefer Richtung gehen und sich untereinander verweben, theils aus Längefasern, die auf dendünnen Därmen überall gleichförmig die transversalen um-geben, und auf den dicken Därmen in drei bandartigeAbtheilungen vertheilt sind. In ihrer chemischen Naturkommen sie völlig mit den übrigen Muskeln überein, wo-von weiter unten. Die Muskelfasern sind im Allgemeinenin allen Muskeln mit Zellgewebe verwebt, und so auchhier, so dafs die Muskelhaut unter der serösen Haut rundherum von Zellgewebe umgeben ist, und auf ihrer innernSeite noch eine Schicht von Zellgewebe von besondererConsistenz und Dichtigkeit besitzt, welche frühere Physio-logen unrichtigerweise Tunica nervea nannten. Der End-zweck der muskulösen Haut ist, durch Bewegung derMuskelfasern die in den Darmkanal gelangten Stoffe zuvermischen und fortzutreiben. Die hierdurch entstehendeBewegung in den Gedärmen nennt man Motus periscalti-cus, und die durch eine Krankheitsursache veranlafste ent-gegengesetzte Bewegung Motus antiperistalticus.