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Seröse Häute und ihre Flüssigkeit.
lieh in dem mechanischen Hindernifs für die Wegführungdieser Flüssigkeit zu suchen hat, so möchte diefs wohlauf die Natur des Abgesonderten keinen Finflufs haben.Auch hat man diese Flüssigkeit immer von ganz gleicherBeschaffenheit gefunden, sie mochte aus den Ventrikelndes Gehirns, oder aus der Brust- oder Bauchhöhle, oderdem Sack, welcher die Testikel umgibt, genommen wor-den sein.
Diese Flüssigkeit ist farblos und klar. Ihr specifischesGewicht ist 1,010 bis 1,020, und sie läfst sich als eip Blut-wasser von ungefähr einer Verdünnung betrachten, wiegewöhnliches Blutwasser werden würde, wenn man esmit ungefähr seinem siebenfachen Volum reinen Wassersverdünnte. Bis zum Kochen erhitzt wird sie unklar, ohnezu gerinnen; hält aber das Kochen lange an, so wird sieendlich trübe, und setzt einige gesammelte Flocken vongeronnenem Eiweifs ab, welches jedoch durch das anhal-tende Kochen eine anfangende Veränderung erlitten hat,und in Essigsäure viel schwerer als geronnenes Eiweifsaus dem Blutwasser auflöslich ist. Nach einer von mirangestellten Analyse mit Wasser von einer Gehirnwasser-
sucht enthält diese Flüssigkeit auf 1000 Theile:
Eiweifs. 1,66
In Alkohol lösliche Substanz mit milchsaurem
Natron. 2,32
Chlorkalium und Chlornatrium. 7,09
Natron. 0,28
In Alkohol unlösliche thierische Substanz . . 0,26
Phosphorsaure Erdsalze. 0,09
Wasser. 988,30
1000,00
A. Marcet hat ähnliche analytische Untersuchungenmit Wasser aus dem Rückenmarkkanal und auch von an-dern SLellen des Körpers, im Allgemeinen mit denselbenResultaten, und nur mit kleinen Abweichungen hinsicht-lich der Concentration der Flüssigkeit, angestellt. Zuwei-len ist diese Flüssigkeit fast so concentrirt wie gewöhn-