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Thicrische Wärme.
viel stärker in der vordem Hälfte, wo das Atlimen nochfortdauerte, so dals die hintere sich beständig bisGrad wärmer als die vordere erhielt, und zwar durchdie vermehrte Abkühlung, welche der Luftwechsel in derLunge bewirkte.
Brodie’s Schlufs, dafs die Wärmeentwickelung zunächst dem Nervensysteme, und insbesondere dem achtenNervenpaare oder Nervus vagiis angehöre, und eine sei-ner Functionen sei, scheint demnach durch diese Versuchebekräftigt zu sein.
Andere Versuche über denselben Gegenstand habengezeigt, dafs Thiere in erzwungenen, unnatürlichen Stellun-gen, wie z. ß. gebunden auf dem Rücken liegend, ohneim Uebrigen beschädigt zu sein, ihre Temperatur nichtbeibehalten können, sondern kälter zu werden anfangen,was gewifs ebenfalls für den Einfluß des Nervensystemsspricht. Zudem findet man oft verschiedene Theile desKörpers bei demselben Individuum verschieden warm. Einkranker Theil ist immer weniger warm als die gesundenTheile, und bei einem entzündeten Theil ist die Tempe-ratur höher als an den übrigen.
Indessen scheint doch auch der Gehalt des Blutes anßlntkügelchen, seine Umlaufsschnelligkeit, und die Häu-figkeit der Respiration in einem gewissen Zusammenhängemit der Temperatur der Thiere zu stehen. Bei den Vö-geln, welche die meisten Blutkügelchen haben, finden wirauch die höchste Temperatur und das schnellste Atlimen.Auf sie folgen die Säugethiere, und zwischen der Anzahlder Blutkügelchen bei diesen und bei den Fischen und Am-phibien (vergl. pag. 73.), welche die Temperatur des um-gebenden Mediums haben, ist der Unterschied höchst be-deutend. Dumas und Prevost, die auf dieses Verlnilt-nifs aufmerksam machten, haben darüber folgende Verglei-chungen mitgetheilt: