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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Thierische Wärme.

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tur beibehalten konnten, und er schlofs überhaupt aus sei-nen Versuchen, dafs bei jedem gehinderten Athmen beidem Thiere eine Verminderung der inneren Temperaturentstehe, wobei jedoch nach ihm, gleich wie es Allenund Pepys fanden, viel von dem eingeathmeten Sauer-stoffgas verschwindet.

Chossat verfolgte die Untersuchungen über diesenGegenstand noch weiter. Er zeigte, dafs tödtliche Ver-letzungen des Gehirns, bei denen zwar Blutumlauf undAthmen noch fortdauern, von einem Erkalten in ganz dem-selben Verhältnifs begleitet sind, wie bei einem Thiere,dessen Kopf abgeschnitten ist, und bei dem das Athmenkünstlich unterhalten wird. Er durchschnitt bei einem gro-ßen Hunde das Gehirn mitten durch, von der einen Seitebis zur andern, und von oben bis auf den Grund des Schä-dels. Das Athmen und der Blutumlauf dauerten fort, unddas Thier starb nach 12 Stunden, indem es auf die ebengenannte Art erkaltete. Er fand, dafs die Abkühlung eineFolge der Durchschneidung oder Verrückung des achtenNervenpaares sei, und dafs das Thier um so schneller er-kaltet, je näher man das Rückenmark an dem Gehirn ab-schneidet, und umgekehrt. Geschieht die Durchschneidungerst zwischen dem vierten und fünften Rückenwirbel, soentsteht zuerst ein fieberhafter Zustand mit vermehrterWärme, und das Erkalten tritt dann darauf um so späterein, je weiter man nach unten durchschneidet. Bei einemder Versuche, wo einem Hunde das Rückenmark zwischenden Halswirbeln durchschnitten wurde, unterband er zu-gleich die Aorta descendens, d. h. die von der linkenHerzkammer kommende grofse Pulsader, unterhalb derStelle, wo sie die Aeste zum Kopf und den oberen Ex-tremitäten abgibt. Hierdurch wurde das Thier in zweiHälften getrennt, die hintere absolut todt, und die vor-dere noch lebend durch das Athmen und den Umlauf desBlutes. Durch eingesetzte Thermometer untersuchte er dieTemperatur der beiden Hälften, und fand, ganz überein-stimmend mit den Angaben von Brodie, dafs währendder ersten Periode die Temperatur um 2°,5 fiel, aber sehrIV. 8