Blutflecken.
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Faserstoff mehr auf dem Zeug, wiewohl die Auflösung inWasser von derselben Beschaffenheit wie vorher wird.
Ein Fall wäre möglich, wo diese Versuche irre führenkönnten, wenn nämlich Jemand eine Auflösung von Ali-zarin (dem Farbstoff des Krapps) in Eivveifs oder in Blut-wasser bereitet, dann damit ein Zeug gefärbt und lang-sam trocknen gelassen hätte. Es würde sich dann in vie-len Fällen wie mit eingesogenem Blut, ohne Faserstoff, be-fleckt verhalten; bliebe aber geronnenes Eiweifs auf demZeuge zurück, so wäre es rosenroth und liefse sich nichtanswaschen. Gleichwohl ist die rothe Auflösung leicht voneiner Auflösung von Blut-Farbstoff zu unterscheiden; denndas Alizarin wird von Sauren gelb, und von Alkalien vio-lett. Vermischt man sie daher mit einem Tropfen con-centrirter Essigsäure, so wird sie, von alizarinhaltigem Ei-weifs bereitet, gelb, behält aber, beim Farbstoff des Bluts,in der Kälte ihre Farbe und wird beim Kochen dunkel-braun. Galläpfelinfusion fällt den Farbstoff roth, dagegendas Alizarin-Eiweifs hellgelb.
2. Adern und Blutumlauf.
Das Blut befindet sich im Körper in einem beständi-gen Kreislauf, indem es von dem Herzen ausgeht und wie-der zu ihm zurückkehrt. Die Gefäfse, welche das Blut vondem Herzen ausführen, haben eine ganz andere Structur, alsdie, welche es wieder zurückführen. Die ersteren nenntman Arterien oder Pulsadern, die letzteren Venen oderBlutadern.
Die Arterien bestehen aus drei über einander liegen-den Häuten. Das Gewebe der äufsersten besteht aus Zell-gewebe, aber hier viel dichter als gewöhnlich. Von ihrerchemischen Zusammensetzung gilt 'Alles, was ich späterüber das Zellgewebe anführen werde. Die nächste dar-unter liegende faserige Haut der Arterien ist diejenige,welche diese Gefäfse am bestimmtesten characterisirt. Siehat ein dichtes und festes Gewebe, ist bei den gröfserenStämmen dick, bei den kleineren dünner, und verliert