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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Adern und Blutumlauf.

sich allmählig gänzlich bei den feineren Verzweigungender Arterien. Sie hat eine gelbliche oder zuweilen insGraue fallende Farbe, die sich überall ziemlich gleich ist.Sie besteht aus einer Verwebung über einander liegender,circularer Fasern, die an den Seiten durch querlaufendeLängefasern nur lose zusammenhaften, so dafs sich auchdie Arterien leicht der Quere nach abreifsen lassen. DieseHaut ist trocken, elastisch, und es kann sich daher derDurchmesser der Arterien erweitern und nachher wiedermit Kraft verengern. Daher bleibt die Oeffnung einerdurchschnittenen Arterie klaffend. Beim Trocknen ver-liert diese Haut wenig Wasser, wird dabei dunkel braun-gelb oder zuweilen schwarz, hart und spröde, nimmt aberim Wasser ihr voriges Ansehen und Elasticität wieder an.Der Fäulnifs widersteht sie besser als ein grofser Theilanderer fester Thierstoffe, und läfst man daher z. B. dieLeber oder Milz faulen, so lassen sich daraus in einer ge-wissen Periode die Arterien ausziehen und bis in ihre fei-neren Verzweigungen von der faulenden, musartigen Massetrennen. Bei länger fortfahrender Fäulnifs zerfallen auchdie Arterien.

Die faserige Haut der Arterien ist in Wasser ganzunlöslich. Auch nach mehrstündigem Kochen darin bleibtsie ganz unverändert, das Wasser löst nichts auf und wirdnicht von Galläpfelinfusion getrübt. Mit concentrirter Es-sigsäure übergossen, wird diese Haut weder erweicht nochaufgelöst, und auch in kochender verdünnter Essigsäureist sie unlöslich. Dagegen ist sie in Schwefelsäure, Sal-petersäure und Salzsäure sehr leicht löslich, nachdem mandiese mit so viel Wasser verdünnt hat, dafs sie dieselbenicht zersetzen. Diese Auflösung geht besonders leicht beiDigestionswärme vor sich. Die dadurch erhaltene Flüs-sigkeit wird weder von Alkali noch von Cyaneisenkaliumgefällt, was geschehen miifste, wenn sie aus Faserstoff be-stände. Von kaustischem Kali wird sie zu einer unge-färbten, aber etwas unklaren, durch Säuren nicht fällba-ren Flüssigkeit aufgelöst. Vermischt man aber eine ge-sättigte Auflösung in Alkali mit einer gesättigten Auflö-sung