Farbstoff des Blutes.
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ist, einen eigenen, nicht unangenehmen Geruch hat. Fil-trirt man die Flüssigkeit kochendheifs, so geht sie röth-lich durchs Filtrum, weil das freie Alkali darin, mit Hülfeder Wärme, eine gewisse Menge Farbstoff aufgelöst be-hält, der sich jedoch beim Erkalten grofsentheils nieder-schlägt. Dieses Alkali kann von einer Portion unab-geschiedenen Blutwassers herrühren; indessen ist es mirdoch wahrscheinlicher, dafs der Farbstoff in dem Zustand,-worin er die Faserstoffkügelchen umgibt, eine Verbindungvon Farbstoff mit Natron ist, gleichwie sich das Eiweilsim Blutwasser offenbar ebenfalls in einer solchen Verbin-dung befindet. Dieser Punkt ist jedoch noch nicht hin-reichend durch Versuche ausgemittelt.
Da im Blulkuchen immer ein Hinterhalt von Blutwas-ser möglich ist, so machte Engelhart den Vorschlag, eineconcentrirte Farbstoff-Auflösung vor dem Erhitzen bis zumGerinnen mit ihrem 10 fachen Volum Wassers zu vermi-schen, und zwar darum, weil das bis zu einem gewissenGrade verdünnte Eiweifs durch Kochen nicht mehr ge-rinnt, während dagegen die verdünntesten Auflösungen desFarbstoffs noch gerinnen. Die mit W asser vermischte Auf-lösung wird filtrirt und bis zu -j- 75°, und nicht dar-über, erhitzt. Sobald sie geronnen ist, wird die Flüssig-keit filtrirt. Engelhart fand in der abfiltrirten Flüs-sigkeit Eiweifs, das sich durch Quecksilberchlorid oderGerbstoff niederschlagen liefs. Es ist wohl möglich, dafsman aus einer blutwasserhaltigen Farbstoff-Auflösung aufdiese Weise einen etwas reineren Farbstoff erhalten kann,allein wenn auch Eiweifs für sich nicht aus einer verdünnten Auflösung coagulirt wird, so folgt es doch demgerinnenden Farbstoff, und der aufgelöst bleibende Theilbleibt es eigentlich nur durch das durch die Verdünnungnicht verminderte Lösungsvermögen des freigewordenenAlkali’s.
Der zu Pulver geriebene und in der Luft getrockneteFarbstoff bleibt roth; aber in Masse und in der Wärmegetrocknet wird er schwarz, knochenhart und im Bruche
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