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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Faserstoff fies Blotes.

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mit dem des Blutkochens, woraus sie erhalten werden,nur sehr geringe ist. In diesem Zustand ist der Faserstoffschwerer als Wasser und sinkt also darin unter. Gleich-wohl schwimmt der Blutkuchen im Blutwasser, ehe derFaserstoff nach dem Auswaschen diese gröfsere Dichtig-keit erlangt hat, ungeachtet auch der Farbstoff für sichspecifisch schwerer als das Blutwasser ist.

Am leichtesten erhält man den Faserstoff in hinläng-licher Menge, wenn man beim Schlachten eines Thieresdas aosflielsende Blut stark und lange umrührt, und da-bei die zusammenhängenden Massen sammelt, die sich aufden Körper, womit man umrührt, absetzen; man nimmtsie ab, und spült sie mehrere Male mit reinem Wasserab und knetet sie darin. Wenn dieses dadurch nicht mehrgefärbt wird, so ist der Faserstoff fast ganz vom Farb-stoffe befreit, dessen letzte Portion man jedoch nur durch12 Stunden langes Liegen des so gekneteten Faserstoffs inkaltem Wasser wegschaffen kann.

Dieser Faserstoff enthält jedoch auch noch eine ge-wisse Menge Fett, von dem er zu befreien ist, was ambesten durch mehrmals wiederholte Digestion mit Alkoholoder Aether geschieht, welche das Fett ausziehen.

Durch Austrocknen verliert der Faserstoff ungefähr| von seinem Gewicht. Er wird dabei etwas gelblich,hart und spröde, aber nicht durchscheinend, wenn dasFett vollkommen ausgezogen war. In Wasser erweicht er,nimmt wieder sein voriges Ansehen und beinahe auch seinGewicht an. Er besitzt weder Geruch noch Geschmack.In der Wärme verändert er sich nicht eher, als bei derTemperatur, die ihn zu zersetzen anfängt, wobei er schmilzt,sich sehr stark aufbläht, entzündet und mit einer leuchten-den rufsenden Flamme vei'brennt, und dann eine poröseglänzende Kohle hinterläfst. Bei der trocknen Destilla-tion liefert er die gewöhnlichen Destillationsproducte stick-stoffhaltiger organischer Stoffe, wie ich sie späterhin anihrem Orte beschreiben werde. Die Kohle verbrenntschwierig zu einer grauweifsen, zusammengebackenen, halbgeschmolzenen Asche, die genau f. Procent vom Gewicht

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