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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Das Blul.

im Durchmesser halten, also gerade so viel, wie ich an-führte, dafs nach Milne Edwards die Gröfse der soge-nannten organischen Molecule beträgt.

Chemische Beschreibung des Blutes. Das Blutist ziemlich dickflüssig, ungeachtet die darin aufgeschwemm-ten Theile beim Filtriren durch das Filtrirpapier gehen.Sein specifisches Gewicht ist 1,0527 bis 1,057 bei -j- 15 °.Es hat einen salzigen und zugleich ekelhaften Geschmack,und einen eigenthümlichen Geruch, etwas verschieden beiden verschiedenen Thierarten, und im Allgemeinen amstärksten bei dem Blute des männlichen Geschlechts. WirdBlut, sei es arterielles oder venöses, aus einem lebendenThiere gelassen und in einem Gefäfse aufgefangen, so ge-rinnt es nach kürzerer oder längerer Zeit zu einer zusam-menhängenden gallertartigen Masse, die sich nach und nach "noch weiter zusammenzieht und eine klare gelbliche, nichtselten etwas ins Grüne spielende Flüssigkeit ausprefst, inwelcher endlich das zu einem bedeutend geringeren Yolumzusammengezogene Coagulum schwimmt. Home nimmtan, dafs dabei der Farbstoff, statt eine Hülle um den Fa-serstoff zu bilden, sich als ein Hing um denselben lege,wodurch die Kügelchen des Faserstoffs zusammenhaftenund den Farbstoff zwischen sich einschliefsen. Dumasund Prevost konnten diese ringförmige Umgebung nichtbestätigt finden, nahmen aber übrigens mit Home an, dasGerinnen des Blutes bestehe darin, dafs sich der aufge-schwemmte Faserstoff zu einer zusammenhängenden Massevereinige. Nach ihrer Ansicht ist also der Faserstoff imBlute nur aufgeschwemmt und kein Theil davon aufgelöst.Diese Meinung scheint sich jedoch nicht durch die Erfah-rung zu bestätigen, denn die von den Saugadern geführteungefärbte Flüssigkeit, die Lymphe, worin sich, so vielwir bis jetzt ^wissen, keine aufgeschwemmten Blutkügel-chen befinden, gerinnt gerade so wie das Blut, und setztein farbloses Coagulum ab. Wenn aber in dieser, von demBlute gleichsam abgeseihten Flüssigkeit der Faserstoff auf-gelöst enthalten ist, so ist auch gewifs ein Theil davon indem Blute aufgelöst, und das Gerinnen besteht dann darin,

dafs