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Gehirn und Rückenmark.
Fett. In dem von Vauqnelin gefundenen Stearin ent-deckte nachher Leopold Ginelin zwei Fettarten vonungleicher Löslichkeit in Alkohol, die .späterhin von Kühnnoch weiter untersucht wurden. Nach Gmelin erhält inandas Hirnstearin nach mehrmaligem Auflösen und Umkry-stallisiren in grofsen perlmutterglänzenden ßläLtern, diebei -j- 136° zu einem gelbbraunen Oel schmelzen, wel-ches beim Erkalten krystallinisch erstarrt und dabei hellervon Farbe wird. Aufser diesem blättrigen Stearin be-kommt man aus dem Alkohol noch ein anderes, welchessich pulverförmig auf das Glas anlegt, auf dem es sostark haftet, dafs man die Flüssigkeit mit den blättrigenKrystallen davon abgiefsen kann. Dieses Stearin ist härterals das blättrige, und Gmelin nennt es wachsartiges Hirn-fett. Es ist härter und mehr milchweil's, als Wachs, aberspröder; durch gelindes Erwärmen klebt es zusammenund wird durchscheinend; es schmilzt bei -J- 170°, wirddabei braun, und erstarrt nachher zu einer durchscheinen-den, harzähnlichen Masse.
Die Resultate von Kühn’s Untersuchungen sind fol-gende. Die beiden Stearinarten trennt er auf folgendeWeise: das aus der erkalteten Alkohol-Auflösung abge-setzte Hirnstearin wird auf ein dünnes Filtrum gelegtund mit heifsem Alkohol übergossen, welcher zuerst dasblättrige und nur wenig oder nichts von dem pulverför-migen . auflöst. Nachdem das erstere verschwunden ist,wird kochendheifser Alkohol aufgegossen, wobei der Rück-stand theils schmillzt und durch das B'iltrum geht, theilsaufgelöst und in einem besonderen Gefäfse aufgefangenwird. Läfst man nun die Flüssigkeit nicht unter —20 0erkalten, so setzt sich nur das pulverförmige und nichtsvon dem blättrigen ab, welches aufgelöst bleibt und durchstärkere Abkühlung und Verdunstung des Alkohols erhal-ten wird. Das auf diese Weise erhaltene blättrige Hirn-stearin mufs, um vollkommen rein zu werden, noch ein-mal dasselbe Verfahren durchlaufen. Kühn gibt von die-sen Fetten folgende Verhältnisse an: