Gehirn und Rückenmark.
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den. Es läfst sich, wie die Fettarten im Allgemeinen, in meh-rere von ungleicher Consistenz zerlegen. Yauquelin schieddaraus zwei ab. Als dasselbe in kochendem Alkohol auf-gelöst und die Auflösung langsam erkalten gelassen wurde,schossen daraus glänzende Blätter von einem krystallinischenFett an, welches wir Hirnstearin nennen wollen; beinachheriger Verdunstung der Auflösung wurde zuerst nochmehr von dem blättrigen erhalten, und zuletzt blieb, nachAbdunstung des Alkohols, ein schmieriges, gelbliches, we-niger consistentes Fett in geringerer Menge zurück, dasHirnelain, wahrscheinlich gemengt mit noch wenigemvom ersteren, da auf diese Weise keine scharfe Trennungmöglich ist. Di,ese Fettarten wollen wir nun für sich be-trachten.
a'j Das Ela in. Wird der eben genannte Rückstandvon Neuem in kochendem Alkohol aufgelöst, so scheidensich aus der Auflösung nach dem Erkalten noch einigeBlätter Stearin ab. Dampft man nachher die Flüssigkeitein, so setzt sich das Elain allmählig in Gestalt gelber, zu.Boden sinkender Oeltropfen ab. Nach Verdunstung desAlkohols bleibt das Elain mit folgenden Eigenschaften zu-rück : Seine Farbe ist rolhbraun, es riecht wie frischesGehirn, aber weit stärker, und schmeckt nach ranzigemFett; durch Reiben vermischt es sich leicht mit Wasserzu einer emulsionsartigen Masse, die sich schwierig wie-der scheidet, die aber durch Säuren leicht coagulirt. Setztman dieses Elain, so wie es sich aus dem Wasser abge-setzt, und man dieses davon getrennt hat, bei einer mä-fsigen Wärme der Luft aus, so fault es unter Verbreitungdes gewöhnlichen Gestankes thierischer Stoffe. Von ko-chendheifsem Alkohol wird es in gröfserer Menge als vonkaltem aufgelöst, und fällt beim Erkalten der Flüssigkeitin Tropfen nieder.
b) Das Stearin erhält man durch wiederholte Auf-lösungen und Umkrystallisirungen rein. Es setzt sich dannin weifsen, atlasglänzenden Krystallschuppen ab, fühlt sichweich an, wird in der Sonne gelb und beim Schmelzenbraun, und fliefst nicht so vollständig wie gewöhnliches