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Gehirn und Rückenmark.
chen blofs legt. Das Innere des Sackes stellt sich wirklichin Gestalt der sogenannten Ventrikel dar, welche Höhlun-gen sind, die mit einander communiciren, und die sichin der Art chronischer Gehirnwassersucht, wo sich" inihnen Wasser in unnatürlicher Menge ansammelt, zuwei-len damit so aniüllen, dafs sich das Gehirn bis zum Ver-schwinden aller Falten auf seiner Oberfläche ausdehnt, undes sich in dem eigentlichsten Sinn des Wortes in einenSack wie von dickem Tuch verwandelt.
Um das Gleichnifs von einem solchen Tuch beizube-halten, will ich noch hinzufügen, dafs in dem grofsen Ge-hirn die Aufsenseite dieses Tuches, besonders oben, bis zueiner gewissen Tiefe grau, die Innenseite dagegen reinweifs ist. Die Anatomen nennen die graue Schicht Sub-stantia corticalis, und die weifse Substantia medullaris.Zwischen beiden liegt an mehreren Stellen des Gehirnseine dünne, gelbe Schicht, welche man Substantia luteagenannt hat. Im Rückenmark liegt das weifse Mark aus-wendig, und das graue inwendig.
Die Textur der Gehirnmasse ist äufserst zart und vonsehr geringer Festigkeit. Sie giebt sehr leicht dem Druck desFingers nach, und sie ist beinahe was man nennt mufs- oderbreiartig, doch so, dafs sie sich noch mit scharfen Messernschneiden läfst. Bei weiterer Verfolgung der in das Ge-hirn eingehenden Nerven hat man gefunden, dafs sie sichnoch weit bis in seine Masse fortsetzen. Aufserdem istes überall mit Blutgefäßen durchwebt, die in dasselbe ein-dringen und sich in äufserst feinen Verzweigungen ver-lieren.
In dem Gehirn liegt die höchste Bedeutung von che-mischen und physischen Phänomenen im thierischen Kör-per; allein diese Bedeutung liegt für unsere Begriffe zuhoch. Bis jetzt sind unsere Bemühungen in der Hinsichtnur bei einer sehr groben technischen Behandlung derGehirnmasse mit andern Reagentien sLehen geblieben.
Wiewohl es nicht bekannt ist, dafs ein wesentlicherchemischer Unterschied zwischen dem weißen und demgrauen Mark besLelte, so isL doch wahrscheinlich ein sol-