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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Einleitung.

form, oder richtiger, sie sind dann gar nicht mehr unter-scheidbar.

Die Meisten, welche die Thier-Chemie abgehandelthaben, sind der Ordnung gefolgt, in der wir die Productedes Pflanzenreichs betrachtet haben, indem sie nämlich dieeinander ähnlichen Stoffe zusammenstellten; so z. B. dieeivveifsartigen Stoffe: Faserstoff, Farbstoff des Bluts, Ei-weiß, Käsestoff, Krystalllinse des Auges; die leimgeben-den Körper: Knorpel, Sehnen, Häute, Zellgewebe u. s. w.Ohne eine solche Eintheilung weiter zu befolgen, diewohl für die blofs technische Abhandlung der -Productedes Thierreichs ganz passend ist, wollen wir hier eineandere annehmen, die sich mehr dazu eignet, um dabeizugleich von den chemischen Erscheinungen des lebendenKörpers Kenntnifs zu nehmen. Man kann es mir vielleichtvorwerfen, dafs ich den technischen Theil der Thier-Che-mie mit ihrem physiologischen zusammengeworfen habe,allein mir scheint der eine ohne den andern nicht hinrei-chendes Interesse zu haben, und um sie beide recht ken-nen zu lernen, mufs man sie beide zusammen studiren.

Die Ordnung, in der ich die Thier-Chemie abhandelnwerde, gründet sich folglich ganz und gar auf den Baudes thierischen Körpers und die darin vorgehenden Pro-zesse, und jede Substanz kommt an der Stelle vor, wosie in der Beschreibung der Oekonomie des thierischenLebens von Interesse ist. Die Abtheilungen sind folgende :

1. Das Nervensystem, nämlich das Gehirn, das llük-kenmark und die Nerven und deren Bedeckungen.

2. Das Gefäfssystem und dessen Flüssigkeiten, näm-lich das Blut und die Blutgefäfse, die Lungen und dasAtlimen, die Lehre von der thierischen Wärme, die Lym-phe und die Saugadern, die Lehre von der Absorption,Secretion, Exbalation und Reproduction.

3. Die Organe für die Bildung des Blutes, nämlichdie Verdauungsorgane, die Leber und die Galle, der Chy-lus und die Excremente.

4. Die Excretionen.

5. Die Organe der äußeren Sinne.