Frau Gräfin —
Delomcr. Nun ja doch I Die Gräfin ist eine Närrin, ichräume es ein, und der Herr Graf ist ein flacher Mensch. Nachund nach werden wir ihrer los. Nur heute seyn Sie freundlichmit ihnen, das verlange ich. Leiden Sie eS, daß Sie heute nochHerr von Dominique sind, morgen — soll diese Unwahrheit Sienicht mehr kränken.
Dominique. Meine Aufrichtigkeit, lieber Vater, kann Sieunmöglich beleidigen.
Delomcr. Sie haben so viel Gutes und Liebenswürdiges,daß es Pflicht ist, Ihrem Eigensinne die Geduld nicht zu versagen.— Nun I habe ich denn alle Ihre Grillen verscheucht?
Dominique. Noch etwas drückt mich.
Delomcr. Neimen Sie esl — denn ich muß Sie heuteganz unbefangen sehen und froh.
Dominique. Seit unserer Ankunft in Deutschland habenSie mir kein Wort mehr von Ihren Geschäften gesagt —
Detonier. Meine Geschäfte sind ja zu Ende. Wir sind imHafen, und faßten beide den gleichen Entschluß, in den Stürmendes Handels nicht mehr wagen zu wollen.
Dominique. Ihre Geschäfte müssen die letzten Jahre her,allem Anschein nach, mit ungewöhnlichem Glück betrieben wordenseyn -
Delomcr. Nun ja —
Dominique. Fern ist von mir Neugier und Eigennutz.
Delomcr. Das weiß ich.
Dominique. Ehedem machte es Ihnen Freude, überIhre Geschäfte mit mir zu reden; die Unruhen und FreudenJffland, theotral. Werke. VI. 10