Velomer. Ihre übertriebene Anspruchlosigkeit macht Ver-legenheit.
Dominiqnc. Die benachbarten Edelleute verkehren immerhier, und so wird mir eine Lebensweise anfgenöthigt, bei der ichweder Ruhe noch Vergnügen habe.
Detonier. Unsere Herrn Nachbarn brüsten sich mit demAdel, den sie nicht besonders verdienen. Der thätige Bürger darfwohl hinanfrllcken und erwerben, was er verdient.
Dominique. Den Adel? Um keinen Preis! Ich willbleiben, was ich bin.
Dcloincr. Dominique! — Doch jetzt keine Erklärung dar-über! Im Allgemeinen nur so viel — Sie müssen die Freudemeines Alters nicht stören.
Dominique. Mit jedem Opfer will ich sie befördern.
Aber —
Dcloincr. Darauf baue ich ganz.
Dom i lliquc. Aber —
Dcloincr. Lieber Sohn! verderben Sie mir keine Freude!
Dom iniqiic. Haben Sie nicht gesehen, wie es mich quält,wenn die Gräfin Warbing nach meinem Herrn Vater fragt, undwo sein Schloß Bretagne läge —
Dcloincr. Nun — lassen Sie mir doch den kleinen
Spaß!
Dominique. Sie haben den Leuten das so ernstlich ver-sichert, daß ich leider schweigen muß.
Dcloincr. Mein Sohn! es ist Ihnen gut, daß ich zu-weilen durch Ihren Sinn fahre. Sie sind sehr unterrichtet, Siehaben viel Verstand; — aber Sie haben noch viel zu viel Jn-gendphantasien, und schwärmerische Träume. Sie kennen dieWelt nicht genug. In sechs und zwanzig Jahren wirst man