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Rath. Ich könnte — versucht seyn, es zu bewundern,wenn ich den Menschen nicht kennte. — Sie nehmen eine feinereRache, als gewöhnliche Menschen — genommen haben würden;aber Sie nehmen eine grausamere Rache.
Morfeld. Wie ist das?
Rath (heftig). Gehen Sie — gehen Sie — machen Sicselbst meinem Sohn Ihre Wohlthat bekannt. (Er will ihm dasBillet aufdringcn.) Ueberlassen Sie mich mir selbst.
Morfeld. Wenn ich Ihnen sage, daß mich Ihre Frau garnicht erkannt hat.
Rath (sieht ihn an). Nicht erkannt?
Morfeld. Nein. Ich kann Ihrem Sohne nichts bekanntmachen, denn ich verkäste diesen Ort — dieß Land — auf ewig.In Berlin werden wir leben. Meine Postchaise hält vor IhrerHausthür, ich reise diesen Augenblick.
Rath (sicht ihn lange an). Wie, mein Herr? — Das lassenSie Sich noch einmal fragen: — Meine Frau hätte Sie nicht er-kannt? — und Sie wollen gleich reisen? Reisen und nichtmehr Herkommen?
Morfeld. Nie mehr Herkommen. Nie. —
Rath. Können Sie darauf Ihr Ehrenwort geben?
Morfeld. Ich gebe es.
Rath. Gut. Das ist gehandelt.
Morfeld. Erkennen Sie das?
Rath. Zur Erwiederung denn: — ich gebe meine Tochterdem Amtmann nicht.
Morfeld. Mein Anerbieten des Kapitals —
Rath (vcrr-ugt sich). Ich suche selbst die Zahlung möglichzu machen.
Morfeld. Und Ihre Frau — meine Louise — noch ein-mal nenne ich sie so — wollen Sie Ihre letzten Tage fröhlich