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6 (1859) Das Erbtheil des Vaters Die Aussteuer
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machen? Sie fühlen es, daß ein Unglücklicher, wie ich, Trost be-darf. Es ist wohl das letzte Wort, das Sie zu mir redenwerden lassen Sie es beruhigend seyn.

Nath. Ich will verreisen. Bei meiner Wiederkunft sehe ichvielleicht mit andern Augen. Mehr kann i ch nicht versprechen.

Morfcld. Ich nehme dieß Versprechen an, und hoffeGutes davon.

Rath (finster). Adien!

Morfcld. Leben Sie wohl I (Er sieht wehmüthig umher.)Lebe wohl du! (zum Rath.) Ich vergebe, was geschehen istwenn ich danken kann für das, was geschehen wird. (Ec gibt Ihmdie Hand.) Auf ewig ! tEr drückt seine Hand.) Friede mit Louisen I

Fort. (Er eilt weg.)

Uath (steht in sich gekehrt da: als Morfeld an der Thür Ist, rufter heftig): Halt! Noch ein Wort!

Morfeld (kommt zurück).

Uath (legt beide Hände auf seine Schultern). Ich kann Sicnicht Haffen.

Morfeld. Müssen Sie mich denn hassen?

Kath ifest). Ja. Wenn ich mit eben dem Edelmuth nurEine Handlung gegen Sie begehen könnte, wie Sie gegen michvielleicht schätzten Sie dann-aber das ist unmöglich und

(mit einem besondern stürmischen Ausdruck) Gehen Sie, gehen Sie

glückliche Reise! (Er drückt ihm wcggewendet die Hand.)

Morfrld (umarmt ihn). Glück und Ruhe mit Ihnen undLouisen! (Indem er geht, kommt die Räthin.)