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6 (1859) Das Erbtheil des Vaters Die Aussteuer
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räumte. Staunen Sie nicht. Ich wurde unterrichtet; ichweiß alles.

Räthin. Wissen Sie alles? Das ist traurig und sohaben Sie mich zu weit geführt. (Sie Ist sehr verlegen,) Ich willes vergessen, und letzt lassen Sie uns scheiden.

(Sie will gehen.)

Morselb. Scheiden werden wir, scheiden müssen wiraber noch nicht, gute unglückliche Fran!

Räthin. Woher wissen Sie, daß ich es bin?

Morset). Auch Sie hatten einst bei Ihrem Schicksal keineStimme. Aus Ihrer Eltern Hanse hinweg gestoßen, wurden Siehierher verbannt. Geld wurde zum Fluch in Ihrer TrauungS-stundc. Das und Ihr Verlust brachte einen redlichen Mannzur Verzweiflung. Ist es nicht so?

Rät hi». Woher wissen Sie das? Wer sind Sie, daß Siedas wissen können?

Morset). Ein ehrlicher Mann, der gern Gutes wirkt.

Rath in (weich). Welches Gute können Sie für mich be-wirken?

Morseid. Muth! Mnth möchte ich Ihnen geben.

Rät hiii. Keine Hoffnung und doch Muth? Das istunmöglich. (Pause.) Kannten Sie den Mann, von dem manmich gewaltsam losriß?

Morseid. Nein. Er muß aber ein guter Mensch gewesenseyu, weil Sie seiner noch gedenken.

Rät hin. Lebt er noch? Nein, beantworten Sie mirdas nicht. Lassen Sie mich um einen Todten trauern. Dasdarf ich ja. Nicht wahr, mein Herr? um den Todten sollich trauern?

Morset). Geduld I Die verweinten Jahre sind dahin.Wenig Trauerjahre sind wohl nur noch übrig. Nicht so