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Morfeld. Niemals, in keinem Fall.
käthiu. Auch nicht, wenn sie Mutter ist?
Merfeld. Dann freilich. — — Dann ist es ein Glück,welches die meisten Weiber früh vergessen.
Rüth in. Es mag ihrer geben — ich begreife sie nicht. —Achl und denken Sie Sich die Frau an einen Mann gebunden,der durch üble Tage sic oft an die schönen Tage erinnert, welchesie gelebt haben würbe! Nein, — in solcher Lage ist die Fraugrenzenlos unglücklich.
Morfeld. Besonders wenn der Gegenstand, von dem siegewaltsam getrennt wurde, in ihrer Nähe lebt —
Läthin. Nahe oder fern. — Herzen, die den Bund fürdie Ewigkeit geschlossen haben, mögen Tage oder Jahre lang getrenntseyn — durch Meere oder durch Straßen — das Leben ist für sieverloren. Nur der Tod hat für sie eine Gestalt der Hoffnung.Er geleitet sie hin, wo keine Trennung mehr ist.
Morfeld. Ich sehe, Sie fühlen diese Lage tief.
Läthiu (mit einem Seufzer). Tief!
Morfeld. Und könnten Ihre Tochter opfern lassen? beiallein, was Sie fühlen — doch opfern lassen?
Rät hin. (sehr bewegt). Ach mein Herr — — es gibt Ver-hältnisse —
Morfeld. Ich kenne die Ihrigen.
Kat hin. Ich habe meinem Manne kein Vermögen zu-gebracht —
Morfeld. Und er? hat er das seine erhalten? — Sieschweigen?
Uälhin. Wenn es Pflicht für mich ist abzubrechen?
Morfeld. Pflicht ist es, daß Sic die Rechte zurückfordern,die man Ihnen raubte. Raubte? Die man Ihnen nie ein-