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6 (1859) Das Erbtheil des Vaters Die Aussteuer
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Amtmann (stampft mit dem Fuße). Ei tausend Element!

Sophie. Du erklärst Dich schadhaften Verstandes, undmangelhaften Willens, überlastest also die ganze Hausregierungmir, Deiner souveränen gebietenden Frau. (Mit tiefer Verbeugung.) Sehen Sie, wohlgeborner Herr Amtmann, auf diese Bedingun-gen will ich Sie zum ehelichen Gemahl annehmen.

Amtmann. Ans diese Bedingungen will ich alsogleich diePofipferde holen lasten.

Sophie (schellt). Allerliebst! So will ich gleich vor IhrenAugen an alle meine Bekannten schreiben, sie einladen, und ansöffentlicher Promenade verkündigen, den reichen, vornehmen Amt-mann Riemen habe ich abgewiesen. (Ei» Bedienter kommt.) Wannbefehlen Sie die Pferde?

Amtmann (in Aerger und Verlegenheit einige Schritte gehendund ohne sie anzuschen). Punkt zwei Uhr.

Sophie. Um zwei Uhr, zwei Postpferde für den HerrnAmtmann.

Amtmann (stampft). Sechs Postpserde.

Sophie (macht es ihm nach). Zwölf Postpferde richtig,Sie fahren ja mit dem Korbe. Nun, bestelle Er

Amtmann (außer sich). Bestellt nichts marschirt! (Be-dienter geht.) Sehen Sie Sie sind ein naseweises Mädchen.Hätte ich nicht heute Morgen schon allen Leuten, die mich besuchthaben, deklarirt, daß ich um Sie werbe, (er faßt sich) ich wüßte,was ich thäte. Aber nun müssen Sie meine Frau werden, esgehe wie es wolle.

Sophie. Ei Sie dürfen nur meine Bedingungen annchmen,und alles ist berichtiget.

Amtmann. Das thue ich nicht.

Sophie. Und so bekommen Sie mich nicht.