Amt II! II NN (küßt sie) Ein artig Händchen! So will ichdenn hiermit das erste Präsent — (Er bringt -ine Rolle Geld vor.)
Sophie. Nein, nein, legt Euren Miethpfennig nur nochbei Seite.
Amtmann (hast sie hoch in die Höhe). Es sind dreihundertfünf und zwanzig Thaler!
Sophie Ich habe erst die Bedingungen noch zu propo-niren, ans welche Ihr auf- und angenommen werden sollt.
Am im au II (erstaunt). Noch Bedingungen'?
Sophie (steht auf). Ihr befleißigt Euch der Höflichkeit gegenmänniglich.
Amtmann. Halt ein wenig — nicht mehr per — Ihr— gesprochen; ich (verdrießlich) kann es auch IM Spaß nichtleiden.
Sophie. Ich heiße Ihn — Ihr, Er, Sie, Du — wieinirs beliebt. Weiter: Ihr sprecht nicht öfter von Eurem vielenGelde, als ichs Euch heiße.
Amtmann. Träume ich?
Sophie. Ihr versichert mir ein anständiges Nadelgeldvoraus.
Amimauil (die Hände in die Seite gesetzt). Muß ich das?
Sophie. Er begegnet allen armen Leuten arng, und sprich:mit jedermann, der Ihn sprechen will, hört Er?
Ä m t ina u u. Wo bin ich denn?
Sophie. Er erkennt es schriftlich — schriftlich — für einunverdientes Glück, daß ein artiges Mädchen Ihn — Sünder undAmtmann — heirathet.
Amt manu. Sünder? Ich ein Sünder? (Mit aufgehobenenArmen.) Das hat mir noch kein Mensch gesagt. —
Sophie. Aber unzählige Menschen Habens gedacht.
Iffland. tbeatral. Werke. VI 4