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6 (1859) Das Erbtheil des Vaters Die Aussteuer
Entstehung
Seite
48
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Saphir. Dero unterthänige Magd erwartet Befehle. <Mitgefalteten Händen.)

Amtmann. Magd? NichtI Frau. Liebste Mademoi-selle Wallmann ich proponire nämlich, daß Sie mich zumehelichen Gemahl anuehmeu.

Sophie. Ja so! Sie haben eigentlich zu bitten, ichhabe zu gewähren. So bin ich Amtmann, Sie sind Partei;das ist ein anderes. Nun müssen Sie anfstehen.

Amtmann (steht halb auf). Sie können Sich ja zu mirsetzen.

Sophie (kehrt ihm den Rücken zu). Wenn Ihr nicht denAugenblick aufsteht, Supplikant, so gehe ich hinaus, und die Audienzhat ein Ende. (Gebieterisch.) Stellt Euch, Supplikant!

Amtmann (geht von, Stuhle weg). Hehehe! Man mußmanchmal galant seyn.

Sophie (nimmt seinen Stuhl und setzt sich). Nun bringt EurenAntrag vor.

Amtmann. Ei was der tausend, was ist das?

Sophie (nach der Thür sehend). Drei Minuten laste ich Euchnoch Zeit.

Amtmann. Hehehe Die Autorität läßt ihr doch gleich-wohl ganz gut hehehe.

Sophie. Fördert Euch, oder Ihr werdet abgeführt.

Amtmann. Nun denn wie bereits gesagt zumehelichen Gemahl.

Sophie (mißt ihn lange). Ihr sollt in Gnaden dazu ange-nommen werden.

Amtmann. Potztausend, das glaube ich auch.

Sophie. Bedankt Euch. (Sie reicht ihm die Hand zumKüsten.)