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Jakobe. Ein gutes Herz haben Sie, das lfl wahr.
Sophie. Ach ja Wohl, und Sie auch. Sie sind auch mei-nem Benfeld in der Seele gut.
Jakobe. Wer? ich? —
Sophie. Sie, eben Sie. — Warum sehen Sie ihn immerso an, wenn er da ist? Warum sehen Sie ihm nach? Warumseufzen Sie, wenn Sie ihn lange angesehen haben?
Jakobe lseufzt). Wenn ich seufze — Du lieber Gott — sogeschieht es über die menschliche Gebrechlichkeit.
Sophie. Ach, liebe Jakobe, der Amtmann — hat von dermenschlichen Gebrechlichkeit mehr an sich als Benfeld.
Jakobe. Nein, sage ich — neinl — Zwar — der Amt-mann ist auch ein Mensch — ein schwacher Mensch. —
Sophie (von ganzem Herzen). Ach ja l
Jakobe (sensit). Und war wohl ehedem vielleicht ein sehrschwacher Mensch I Aber mein liebes, liebes Kind, dem sey, wieihm wolle, er kann Sie doch glücklich machen. Ueber dem Punktvergesse ich alles, und vergebe ich alles.
Sophie. Als Benfeld wegging, sagte ich ihm — Auf michrechnen Sie, so lange Athem und Laune in mir sind. Da ant-wortete er: Auf mich im Leben und Tode.
Jakobe. Erbaulich!
Sophie. Jetzt bin ich unruhig, wer dem andern mehr ver-sichert hat. Ach — ich hoffe doch, ich habe ihm genug gesagt.
Jakobe (den Kopf schüttelnd). Das war gottlos gesprochen.
Sophie. Nicht möglich. Die Gottlosen sind nicht froh, undich war herzlich froh, als ich das sagte.
Jakobe. Die Natur der Gottlosigkeit —
Sophie (eiufallend). Die habe ich nicht; die hat der Amt-mann —