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5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
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lange nichts Warmes essen, bis wir so diel erspart hätten, daß icheine Knh kaufen könnte, davon trüge ich die Milch in die Stadt;endlich käme doch so viel heraus zu einem kleinen Stück Feld.Unterdeß wüchse die Barbe heran; dann trüge sie das Gemüseund ich die Milch in die Stadt.

Hosrath. Das ist doch ein mühsames Leben; und auf soeine Ungewißheit habt Ihr geheirathet?

Thcrcsc. Mein Mann und ich sind gesund, das ist dochwohl keine Ungewißheit?

Hosrath. Wenn Ihr nun beide arm und krank würbet,und bliebet krank?

Thcrcse. Gott behüte! das wäre ein großes Unglück.

Hosrath. Was finget Ihr dann an?

Thcrcsc. Wer wird denn aber bei dem Versprnch an eineewige Krankheit denken?

Hosrath. Es wäre denn doch aber möglich.

Thcrcsc. Ei nun die Armen und Kranken haben jaalle einen Vater.

Hosrath lhastlg ihre H-Md ergreifend). Das ist wahr guteFrau.

Thcrcsc. Was ist Ihm, Herr?

Hosrath. O mir ist wahrlich wohl, und recht wohl!

Thcrcse. Nun so höre Er auch auf von Krankheit undUnglück zu reden. So lange ich und der Fritz mit einander vcr-heirathet sind, haben wir nicht so viel davon gesprochen, außer wiemeine selige Mutter starb.

Hosrath lnm auSjuweichen). Ist das schon lange?

Thcrcsc. Zwei Jahre. Sie wohnte bei uns. SiebzigJahr war sie alt. Es war wunderlich, wie sie zu Ende ging.Den Abend vorher sprach sie viel mit uns. Morgens um vierUhr rief sie uns, und klagte über ihren Kopf. Wir waren alle