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5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
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Lei ihr. Auf einmal wurde es ihr heiß ganz heiß Wirweinten alle, und meist Mann sang ein Sterbelied. Ehe es nochganz aus war war sie schon hinauf.

Hofrath. Das rührt mich.

Therese. Wir konnten cs auch lange nicht vergessen, bismein Röschen geboren wurde; da war denn die Stelle wieder be-setzt. Wie aber mein Mann mit der alten Frau nmgegangen ist das bringt Segen. Nichts nahm er auf seinen Teller, bis sieden ersten Bissen znm Munde führte. Und niemals hat er sichans den Altvaterstuhl am Ofen gesetzt, so lange sie noch da war.Und noch jetzt, wenn er seine Pfeife darauf raucht, sagt er oft:Thereschcn, ich wollte doch, die Alte wäre noch da.

Hofrath. Das muß Euch Segen bringen.

Therese. Aber, lieber Herr, will Er mir nicht sagen, mitwem ich rede?

Hosrnth. Meine gute Frau, ich bin <M-i» hört vonaußen pfeifen, ein Liedchen etwa.)

Therese. Das ist mein Mann. (Ins Hans.) Margrethe,der Fritz kommt. (Sie geht. Margrethe läuft ihr nach.)

Hofrath. Welche Menschen! Elend und roh bin ichneben ihnen! Diese Menschen erfüllen ihre Bestimmung redlich:Arbeiten, gut sehn, sich lieben, und auf die große Vergeltungmnthig hoffen. Gott! Gott! um welches Garnichts drehenwir uns, wir so genannt gebildeten Menschen I Wie weit sind wirvom rechten Wege! Kann ich meine Augen gegen den blauenHimmel anfschlagen? Den Aufwand zu ersparen nahm ichkeine Frau; erpresse hier zwei hundert und vierzig Thaler ausihren heißen Händen und darbe neben Goldsäcken, da sie, keinenPfennig in der Tasche, unter deiner Sternendecke reich, gut undweise, sanft einschlafeu! Ach man sollte nicht ferner dieMenschen auf Reisen schicken. Aufs Land sollte man sie schicken,