Geh et merath. Ich bins — arm und erbärmlich.
Hofrath. Vielleicht wird mein Haus Dir künftig fröhlicheTage gewähren.
Echcimcrath. Es ist arg mit Deiner Schwester und ihrenEingriffen in Deinen freien Willen — es ist indeß nur eine zu-fällige Herrschaft, die sie übt, man kann sie doch abwerfen — undfühlt eben deßwegen ihre Last minder. — Aber wer ist der Mensch,der eine selbstgewählte, selbstgewollte, ersehnte Herrschaft wieder ab-zuwerfen sich entschließt? Reinhold — Du bist fürwahr ein ge-plagter Kerl — aber dennoch beneide ich Dich.
Hofrath. Mich?
Gehetmerath. Deine Hanspolizei beängstet Dich wohl,aber Dein Herz hat doch Frieden.
Hosrath. Ich hoffe ihn zu finden.
Gchcimerath. Wie?
Hofrath. Und bald zu finden —
Gchctmcralh. Ich verstehe Dich nicht —
Hofrath. Dein trauriges Gemälde der Ehe soll mich nichtschrecken.
Ce hei merath. Dn willst heirathen?
Hosrath. Ja.
Echcimcrath. Hm!
Hosrath. Was sagst Du?
Geheimer at h (sicht ihn a», und sagt mit Ernst und Wchmnth):Tl,ue es nicht.
Ho'frath (setzt sich und stützt den Kopf). Das konnte ich vonDir vermuthen.
Gchcimerath (tritt zu ihm, fast selne Hand). Wie kommtDir der Gedanke letzt noch?