Fr. v. Wallcnfcld. Kein Wort? — also geht er unge-lesen zurück.
Hosrath. Sie demiithigen mich, wenn Sie diesen geringenBeitrag nicht annehnien. Könnte ich selbst nur mehr, oder ver-möchte ich jetzt schon mehr über den Onkel!
Fr. ri. Wallcnfcld. Sie kennen mich nicht (gibt ihn zurück),Herr von Fernau.
Hofrath. Doch — doch, vortreffliche Frau. Aber — Sie— kennen Ihr Unglück nicht.
Fr. v. Wallcnfcld. Soll das ein Glückwunsch zu meinesMannes Geburtstage sehn?
Hofrath. Kann ich so viel Tugend und Edelmnth gleich-gültig zu Grunde gehen sehen?
Fr. v. Wallcnfcld. Lassen Sie uns davon abbrechen.
Hosrath. Was soll ans Ihnen werden?
Fr. v. Wallcnfcld. Ich bin darüber nicht in Ver-legenheit.
Hofrath. Ans Ihrem Kinde?
Fr. ». Wallcnfcld (wendet das Gesicht).
Hosrath. Aus Ihrem Manne selbst?
Fr. n. Wallcnfcld (trocknet sich die Augen).
Hofrath. Von seinem Onkel enterbt — in der elendestenGesellschaft, überall schuldig — verspielt er täglich große Summen,ohne daß er denkt —
Fr. n. Wallcnfcld. Ich bitte Sie, hören Sie ans. Nie-mals kann ich vergessen, daß die Treue, womit mein Mann mirsein Wort hielt, sein Unglück ward. Von seinem Onkel enterbt,weil ich arm und eine Bürgerstcchter bin —
Hofralh. Blieben ihm noch zebn tausend Thaler; damithätte er reichlich —