Druckschrift 
4 (1859) Der Spieler [u.a.] Scheinverdienst
Entstehung
Seite
108
Einzelbild herunterladen
 

108

Sec seid lumarmt ihn). Freund, wie es wenige gibt!

Rechtler (macht sich los). Ei, der ist ein rechter Esel, derein frohes Gesicht beim Leben genießen kann, und contentirt sich mitder Thräne nach dem Tode.

Sec seid. Es gehört Euch beiden, Heinrich und Sophien/

Heinrich. Da wären tausend Thaler mein. Heben Siemir was zur Equipirung auf, das andere gehört der Mama.

Sccfcld. Warum?

Heinrich. Es geht ihr so übel, daß sie mich in der Seele dauert.

Sophie. O mein Vater

Sec seid. Hätte sie ihr Herz sprechen lassen, dem Hochmnthauf ihre Bildung entsagt wie glücklich könnten wir sepn! Aber,wir sind Wohl für einander verloren.

Heinrich. Das weiß ich nicht. Aber daß ihr jemand zu-sprechen sollte, das weiß ich. Sie hat so geweint, und so fürchter-liche Reden gesagt, daß ich eiskalt geworden bin. Es ist ihr aberauch darnach gemacht.

Sec seid. Was denn?

Ücchtler. Von wem denn?

Heinrich tzu Schmidt). Sie hat Ihnen mit aller Gewaltden Garten bezahlen, deßwegen von ihren Sachen weggeben, unddie Italienischen Sachen von Christian verkaufen wollen.

Schmidt. Nimmermehr! (WM gehen.)

Heinrich. Bleiben Sie nur; es ist nichts. Auf einmalläßt Christian die Sachen wegbringen, und sagt ihr, er hätte hiernur noch zwei hundert Thaler zu hoffen, er brauche die Sachenselbst. Nun warf sie ihm alles vor, was sie für ihn gethan hätte,und sich warf sie vieles vor, und sagte, daß sie zum Spott würde,und daß sie so viel gegen Sie gethan, und Ihre Liebe verlorenhätte. Christian hat aber immer die Sachen fortbringen lassen,und ist mitgegangen.