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Mensch! auch Sie sind nicht glücklich — nein, Sie sind eS nicht;die Liebe will Sie glücklich machen, der Ehrgeiz trübt IhrenHimmel. Meine Schwester —
Schmidt. Leben Sie wohl!
Ludwig. Und wie wollen Sieleben, was wollen Sie an-fangen, wenn meine Schwester nicht die Ihrige wird?
Schmidt (gerührt). Arbeiten.
Ludwig. Werden Sie das können?
Schmidt. Meine Mutter und ich müssen leben.
Ludwig. Aber Sie empfinden doch —
Schmidt (gerührt). O ja!
Ludwig. Wenn es Sie nun überfällt in der Arbeit, wennSie es nicht mehr aushalten können?
Schmidt (kann kaum die Thränen ziitückhalten). So lege ichdie Feder hin, weine mich recht aus, und arbeite dann wiederweiter.
Ludwig. Und wenn meine Schwester unglücklich wird?
Schmidt (trocknet sich di- Augen). Dann wird mir das Ar-beiten sehr schwer werden.
Ludwig. Diese Ergebung, dieser sanfte Schmerz, das
sind herrliche Gefühle. Ach, einst waren Sie mir nicht fremd.Daß ich noch einmal anfangen könnte — noch einmal so lieben —so meinen Vater ansehen könnte — so die Natur einathmen, undalle Künstlichkeit abschwören könnte — Das ist vorüber. Reueund Elend bleiben mir übrig. O, meine Mutter! Gott bewahresie, daß von den Gefühlen dieses Augenblicks nie eine Ahnungüber sie komme!
Schmidt. Weg mit dem Vergangenen! Handlungen desentschlossenen Mannes an die Stelle der Ausrufungen!
Ludwig. Auf denn! Worte hätten nichts vermocht; Beispielreißt unwiderstehlich hin.