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Schmidt. Das kann nicht sehn, Herr Rath!
Ludwig. Wie?
Schmidt. Vo'ausgcsetzt, daß ich für Ihr Verfahren Ge-fühl habe, verstauen Sie mir eine freundschaftliche Bemerkung.Herr Seefeld! bleiben Sie lieber mein Schuldner, als daß Sieder Welt schnldig bleiben sollten. Ueber diese Sache zwischenuns beiden kann die Welt in Ungewißheit bleiben; nicht so überdas Schicksal des guten Mädchens, das Sie aus das grausamstebehandelt haben. Retten Sie ihren guten Namen, ihr Herz, undbleiben Sie denn unser Schuldner für bessere Zeiten.
Ludwig (erschüttert). Ich kann nichts dagegen aufbringen.
Schmidt. Ich gebe Ihnen das Wort meiner vollen Ueber-zeugung, daß ich au Ihnen noch nichts verloren gebe — daßSie aber von dein Punkte an, wo Sie jetzt stehen — ein ganzvortrefflicher Mann werden müssen — oder ein Ungeheuer,
Ludwig. Schaffen Sie mir Muth.
Schmidt. Seyen Sie so gut; und haben Sie das Herz,es zu scheinen.
Ludwig. Mann! bei so viel innerer Kraft — wie habenSie den gewaltigen Trieb der Menschheit — höher zu wollen —wie haben Sie ihn unterdrücken können?
Schmidt. Ich denke, wenn man auf seiner rechten Stellesteht, so steht man hoch. Sanfte Pflichten haben meine Stellemir angewiesen; die Ruhe, sie erfüllt zu haben, macht mir allesleicht. —
Ludwig. Ach! ach! warum erhitzt man unser Blut,unsere Eitelkeit, nährt unsere Träume — treibt uns alle — alleauf eine Höhe, wo wir uns drängen, vordrängen, durch Künstezu erhalten meinen, die Frieden und Würde rauben. Guter