Ludwig. Mutter! wie haben Sie meine Erwartungen ge-spannt !
Mad. Zccfcld. Habe ich je, Non Deiner zarten Kindheitan, eine schlechte Handlung Dir leicht gemacht?
Ludwig. Nein! aber — aber -- (Auf einmal mit
großer Heftigkeit:) Ach, es ist gefährlich, wenn man den Leiden-schaften als Zügen des Genies schmeichelst.
Mad. Zcrscld. Leidenschaften habe ich als Stoff der Größebetrachtet.
Ludwig. Und den üppigen Auswuchs als Kraft behandelt.
Mad. Zecfeid. Ludwig!
Ludwig. Verzeihen Sie, es ist nicht an mir, Ihnen Vor-würfe zu machen. Aber wenn alle Welt mich verachtet, soll ichnicht Ursachen meiner Fehler überall sehen, und sind sie da nichtauch zu finden?
Zwölfter Änftritt.
Vorige. -Henriette.
Henriette. Herr von Gräber will gleich kommen, undfreut sich sehr, die Sachen zu sehen.
Mad. Lcescld. Gut.
Henriette. Herr Schmidt ist da.
Mad. Lecfcid. Ich will ihn ja nicht. Zwar — ja —Ich will ihm sagen — ach, wenn ich an heute Morgen denke, woEuer Genie mit Eurem Herzen noch so hoch stand; wo der Ge-danke an einen Vergleich zwischen Euch und ihm mir ein Vergehenwar, und jetzt —