173
Mad. Kosen. Herr Jnstizrath —
Jnstizrath. Aber Sie müssen zwölf hundert Thaler nehmen.Ich vereinzelne das Kapital nicht. Ich will auch keine Unterschriftals von Ihnen! —
Maki. Nu scii. Sie beschämen mich —
Jnstizrath. Lassen Sie Sich gefallen, zwei und ein halbvom Hundert zu bezahlen.
Mad. Kosen. Ich danke Ihnen auch dafür.
Jnstizrath. Erlauben Sie, daß ich das Geld dahin lege.lEr legt ein paar Rollen Geld auf den Tisch.)
Mad. kosen. Womit verdiene ich diese zuvorkommendeGüte?
Jnstizrath. Ei, ich bin ja ein alter Freund vom Haufe.
Mad. Kosen. Bei Verlegenheiten scheiden sonst unsereFreunde.
Jnstizrath. Dann sind sie nicht Freunde.
M ad. Kose n. Oder setzen Preise auf ihre Freundschaft —
Jnstizrath. Die sind Wucherer.
Mad. Kosen. Wer so wie Sie —
Jnstizrath. Machen Sie nicht mehr aus der Sache alssie Werth ist, Ich kenne Sie; ich kenne Sic lange. Ich habePflichten gegen Sie.
Mad. Kose». Pflichten — lieber Herr Listar?
Jnstizrath. Sorgen Sie nicht — ich verlange nichts da-gegen. Ich verehre Sie recht herzlich - dabei befinde ich michwohl, das ist alles.
Mad. Kosen. Ich verdiene diese Güte nicht, aber ichempfinde sie.
Jnstizrath. Meine Freundschaft soll Sie nie in Ver-legenheit setzen. Ich verlange nichts. Ich bitte nur um