Druckschrift 
3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
Entstehung
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Maring. Hm! Sie ist hübsch aber weder gut nochschlimm. Sie ist Nichts. Sie liebt nicht, ich liebe nicht unsrelaunigen Unterhaltungen schaben also niemand.

Archiv. Lcslnng iklovft ihm auf die Schulter). Das kannman nicht wissen.

Maring. Ich kenne zwei Männer, deren ernsthafte Unter-haltungen ihr inehr Schaden thun. Diese Männer sind Sic undWallnau!

Archiv. Lcjlang lstufzt). Du Last Unrecht. Ich willbesorgen, daß ineine Frau den Aufsatz bekommt. Ist sie heuteguter Lanne?

Maring. Ach ja!

Archiv. Lcjiang. Thu alles sie zu erheitern. Ich binDir herzlich dankbar dafür. (Er geht ab.)

Maring. Wie cs diesen Eheleuten so viel Mühe kostet, aufdie Höhe eines frohen Augenblicks zu kommen! Nach welchem For-mular sind sie aber auch kopulirt! (Er stemmt die Arme in die Seite,steht ihm »ach Mid sagt daun In komischer Gravität) Friederike Nosen,willst Du gegenwärtigem Anglist Lestang daß Leben sauer machen,wo Du weißt und kannst? Ja! August Lestang, willst Du gegen-wärtiger Friederike Rosen, Lanne, Lust und Leben zum uncrlös-lichen Eigcnthnm hingeben? Ja! Dafür hat man ihm freilich denTitel verehrt Und er soll Dein Herr seyn. Es ist aber einebittere Herrschaft, denn alle Weiber sind levolutionnniröb undmaSkirte Terroristinnen. Drum schlinge sich jedes Christcnkind inder Liebe Rosenbande, und meide das goldene Ringclchen, das vomFinger ans die arme Seele mit umklammert. (Er will gehe».)