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3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
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Siebenter Auftritt.

Friedrich Maring. Nath Wallnau

Wall» all (tritt nicht uiiftcunvlich, doch sehr bestimm: auf ihn zu).

Es ist mir sehr lieb, daß ich Sie treffe, Herr Maring.

Maring. Treffe! Nun das geht ja gerade auf mich los.

Wallnau. Erlauben Sic mir als Freund vom Hause eineoffenherzige Bemerkung.

Maring. Das lautet schon milder. Nun?

Wallnau. Ihre gute Laune, oder vielmehr Ihr Muthwilleverschont niemand. Das ist nicht recht.

Mari n g. Die grämliche Laune der Menschen verschont michauch nie.

Wallnau. Ich bin sehr fern von der Anmaßung, Sie be-ratheu zu wollen. Aber Sie werden die Bitte nicht übel deuten,daß Sie künftig einige Auswahl unter denen treffen mögen, dieSie zum Gegenstand Ihrer Neckereien machen.

Maring. Zum Exempcl?

Wallnau. Sie gehen manchmal wunderlich mit der gutenkleinen Julie um.

Maring (lacht). Ei das närrische Ding antwortet so hübsch.

Wallnau (ernst ) Sie sind Schuld daran, daß Julie in dergestrigen Gesellschaft durch ihre treuherzige Unbefangenheit zum Ge-lächter ward. Ich habe darüber gelitten, denn ich intercssire michfür das arme Mädchen, weil sie wirklich überaus brav ist.

M arjn g. Das ist sie. (Neckend.) Und überaus hübsch.

Wallnau. Machen Sie Anspruch auf Juliens Güte undSchönheit?