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3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
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halten will ich den Ehrenmann; denn ich lache gern über ihn.Der Onkel ist wider sein Wissen nnd Willen ineine Hausapotheke.Uebersiillt mich ja ein ernstbafter Augenblick; flngS bringe ich demOheim für seine stattlichen Sammlungen eine Spinne oder einadelichcS Wappen, sehe mich ihm gegenüber, nnd genieße dieWohlthal des unterdrückten Lachens. Dan» erzähle ich sein Oau-ckinni über Spinnen nnd Wappen, seine Manieren und Redens-arten allen Menschenkindern, die Lust nnd Liebe haben, zu lebennnd ;n tackien. Wir lachen das brillanteste Tntti von der Welt,nnd so ist der ehrenveste Oheim mein Wohltbäter, Leibarzt, Lektorund kurzweiliger Tisckwath, alles in einer Person.

Mab. Lcliang. Mir ist er mit seinen langweiligen Ge-sprächen, Fragen, Wiedersagcn, Neuigkeiten bringen

Kar tun. Das timt der arme, alte Narr, um sich an-genebm zu macben. Er macht alles schlecht: aber er meintalle? gut.

Madam He hang. Mir ist er die widerwärtigste Perlonvon der Welt. Was mein Mann nur denken mochte, diese Gestaltmir anfznbnrden.

Marina. Wollen Sie ihn los sevn?

Mad. Heilung. Durchaus!

Marina. Wenn ich ja bewarben sollte wofür michGott in Gnaden bewahren wird denn ich bin der Glückseligkeitgar nicht würdig so würde ich mir gerade so einen Onkel insHanS mictben.

Mab. Hellaiia. Wozu?

Maring. Znm Guardian der Dame. Dann wäre ichruhig und ginge meinen Weg mit Behaglichkeit. So ein ledigermüßiger Onkel steht überall, bürt überall, siebt überall, lagt alleswieder, und ist der bequemste Sündenbock für beide Thcile.