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3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
Entstehung
Seite
12
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M ad. Le Hang. Mir ist er gleichgültig; seine Neuigkeitenamüsircn mich; Julien wird mein Mann gewiß bewachen.

Seeland. Der Hofjnnker hat im Archiv zu arbeiten ge-wünscht; Dein Mann hat wegen seiner wenigen Kenntnisse undSchwatzhaftigkeit dagegen thun müssen. Der Mensch hat Familien-anbang, und haßt Deinen Mann. Ich fürchte, er könnte wohlden argen Plan haben, aus Rache Lestangs Frieden zu stören.

Mad. Lcstang. Das glaube ich nicht.

Seeland Ich weiß, daß er der entschiedene Feind DeinesMannes ist.

Mad. Le Hang. Mag ihn doch mein Mann wcgschickcn! Immerhin! ihn, Wallnau, jedermann. So sehe ich nur meineWände, werde einsylbig, wie mein Mann, und dann wirddieß Hans sehr an Annehmlichkeit gewonnen haben.

Seeland. Ist dieß die Antwort ans meine redliche Be-sorgniß ?

Mad. Le Hang. Verdiene ich Ihr Mißtrauen? Auf meineEhre ist zu rechnen. Trotz sey dem geboten, der sie verkennt;aber das Meine ist gethan, und wenn ich meines Mannes Betra-gen nicht ändern kann scy es! so will ich mich doch nichtselbst länger herabwürdigen. Ich habe Ansprüche auf edle Lebens-freude, und ich will sie geltend machen.

Seeland. Ich erschrecke über Deine Entschlossenheit.

Mad. LeHang. Sie ist mir abgezwungen.

Seeland. Hier wäre also nichts mehr zu thun? Traurig,traurig!

Mad. Le Hang. Mein Mann ist es, der zu thun hat, daßes anders werde, nicht ich.