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Lk a d. Lcstan g. Glauben Sie doch, daß von mir bei mei-nem Manne gar keine Rede mehr ist.
Seeland. Das glaube ich durchaus nicht.
LI ad. Lest ang. Uebrigens ist ja mein Mann Herr imHause; Herr, unumschränkter Gebieter.
Seeland (tedcutcnd). Er scheint keinen Gebrauch von diesemRechte zu machen.
LI ad. Lcstnng. Er thut es auf seine eigene Weise. Erbefiehlt ohne Worte mit Geberden. Wir sind gewöhnt, seineWinke zu crrathen, und blind zu gehorchen. Blind — nur künftigohne Zittern. Das habe ich mir fest vorgenommen. — Der Ge-horsam soll bleiben; aber die Furcht hat ein Ende. Die hat einEnde.
Seeland (sehr ernst). Weiter! —
LI ad. Lcstang. Also kann er ja seinem einzigen Freunde,deni Gefährten seiner Jugend, seiner Studien, dem Lastträgerseines Unmuths, seines Eigenwillens, seines Stillschweigens — Erkann ja Wallnau das Haus verbieten!
Seeland («staunt). Friederike!
LI ad. Lcstang. Ob ein guter, anspruchloser Mensch inden Augenblicken, wo ich unter meiner Bürde erliegen soll — mirein Wort des Trostes sagt, mir Muth einflößt — ob sein besterFreund ferner bei allen seinen Ungerechtigkeiten ihn vertritt, odernicht — was liegt daran? Genug, man bringt vielleicht eineThcegesellschaft zum Schweigen — mag ich darüber vor Muth-losigkeit vergehen — wem liegt daran?
Seeland. So? Und die Besuche des Hofjunkers? warumkommt er?
LI a d. Kcstang. Warum kommen Besuche?
Seeland. Er ist ein gefährlicher Verführer. Seine Bewer-bungen gelten Dir oder Julien.