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ich nie eine andere Sorge kennen gelernt hätte, als für Sie zuleben!
Seeland. Diesen Ausruf des Umnuths will ich nicht ge-hört haben. Friederike! Du hast ein gutes Herz, es ist unmög-lich, daß es sich verlängnen könnte.
Mild. Lüstling. Wird dieß Herz geachtet, wird es er-kannt? Sie wissen nicht, wie gleichgültig ich ihm . bin.
Accland. Nur wenn Du Dich ganz frei weißt, frei inder That, und auch im Anschein — nur dann erst kann davondie Rede seyn, gegen die Ursachen Deiner Empfindlichkeiten zu ar-beiten.
Ma d. Lcstang. Sie glauben —
Accland. Nun ich — möchte wahrlich am wenigsten etwasWidriges von Dir glauben. Aber — die Thcegesellschaften, undwas dahin gehört — sprengen es aus, der Rath Wallnau sey mehrDein Freund, als der Freund Deines Mannes.
M a d. Lcstang. Boshaft, abscheulich!
Accland. Darum meide jeden Anschein!
Mad. L erlang. Beklagt sich mein Mann über mich?
Accland. Er klagt niemals. Aber jedermann sieht, daß erleidet.
Mad. Lcstang. Und also muß i ch die Ursache seiner Lei-den seyn? Wie es mir ergeht, darnach fragt niemand. Waskann man mir vorwerfen? Wallnau ist der Freund meinesMannes —
Accland. Desto empfindlicher muß Dein Mann bei demGerüchte leiden, wenn er es erfährt.
Mad. Lüstling. Er ist der Einzige, der meinem Mannemanchmal ein Wort zur rechten Zeit sagen kann.
Accland. Es ist mir leid, daß Du nicht eifersüchtig aufdieses Recht bist.