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3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
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Mad. Le Hang. O ja so lange noch von ihren Rechtenund Ansprüchen die Rede ist. Aber wenn schon

Seeland. Rechte Ansprüche? Man hört es an derSprache, daß die Herzen kalt geworden sind.

Mad. Lcstang. Aber eine Frau ist doch kein Hansthier,das der Herr nach Einfall und Laune an die Kette legen, undloslasscn kann.

Seeland. Du bist sehr bitter.

Mad. Le Hang. Ich habe es nicht gelernt, gerechte Em-psindnngen zu verlarven.

Seeland. Ich hoffe, daß Dein guter Ruf Dir wenigstensnicht gleichgültig geworden seyn soll.

Mad. Lcjiang. Wer tritt ihm zu nahe?

Seeland. Du mußt es erfahren, daß diese Haushaltungsehr ins Gerede gekommen ist.

Mad. Le Hang. Meine Schuld ist das nicht.

Seeland. Du List schon sehr resignirt, wo ich glaubte, daßDu erschrecken würdest.

Mad. Lest an g. Man wird am Ende dahin gebracht.

Seeland. Wie gesagt ich will nicht aufrechnen. Aberich bitte Dich herzlich, thue das Deine, daß es anders werde.

Mad. Lchang. Gott weiß, ich habe alles gcthan.

Seeland. Sieh, meine Tochter ich bin freilich nurDein Stiefvater; aber Du weißt es ja, wie Dein Wohl mir stetsam Herzen gelegen hat

Mad. Le Hang (küßt seine Hand).

Seeland. Du hast mir Erkenntlichkeit dafür bewiesen, undhast mir das Recht zugestanden, mit Liebe und Ernst zu Dir zureden.

Mad. LeHang. Daß ich nie Ihr Haus verlassen - daß